Die Kurzsichtigkeit - eine Volkskrankheit
Juli 2018

Die Kurzsichtigkeit - eine Volkskrankheit

Neueste Erkenntnisse aus der Forschung belegen die mangelnde Outdoor-Aktivität als Risikofaktor für die Kurzsichtigkeit.

Die Myopie, auch bekannt als Kurzsichtigkeit, ist die häufigste Erkrankung, die die Sehkraft beeinträchtigt und . . . sie ist am Zunehmen! Dies ist besonders für stark kurzsichtige Menschen besorgniserregend, da es das Risiko für schwerwiegende Komplikationen erhöht, z.B. Netzhautablösung. Die Ursachen sind sowohl genetisch als auch umweltbedingt.

Das internationale Konsortium für Refraktionsfehler und Myopie (CREAM) hat kürzlich die weltweit grösste genetische Myopie-Studie im Nature Genetics veröffentlicht. Auch Forscher der Johannes Gutenberg-Universität Mainz nahmen an dieser Studie teil, sie haben 161 genetische Faktoren für Myopie identifiziert. Dies vervierfacht die Anzahl bekannter genetischer Risikofaktoren, die bei allen retinalen Zelltypen eine Rolle spielen. Die meisten von ihnen sind an der Verarbeitung von Licht beteiligt. Dies stützt die Annahme, dass unzureichendes Sonnenlicht ein wichtiger Auslöser für die Entwicklung von Kurzsichtigkeit ist.

Was bedeutet diese Erkenntnis praktisch: ein bis zwei Stunden Tageslicht reduzieren signifikant die Chance eine hohe Myopie zu entwickeln. Auf die Frage hin was man als Eltern tun kann, antwortet Dr. Guber (Medizinischer Leiter der augenchirurgie.ch): «Schicken Sie Ihre Kinder so oft wie möglich raus ins Freie zum Spielen.»