Warum eine Pupillenerweiterung Sinn macht
Juni 2020

Warum eine Pupillenerweiterung Sinn macht

Eine Pupillenerweiterung tönt nach unangenehm, macht aber häufig Sinn und ist zum Wohle des Patienten.

Es kommt gelegentlich vor, dass Ihr Augenarzt bei der Kontrolle Ihrer Augen vorschlägt die Pupillen zu erweitern (=dilatieren). Das tönt im ersten Augenblick nach unangenehm und nach vermehrten Zeitaufwand, macht aber Sinn und ist eigentlich zum Wohle des Patienten.

Warum? Die Pupillenerweiterung ermöglicht dem Augenarzt einen besseren Einblick ins Auge. Einige Strukturen können somit in toto eingesehen werden, wie zum Beispiel die Linse und die ganze Netzhaut. Das macht Sinn, da ohne Pupillenerweiterung gewisse Krankheitsbilder übersehen werden könnten. Ein peripherer Netzhautriss oder eine beginnende Netzhautablösung können so mit Gewissheit ausgeschlossen werden. Typische Symptome hierfür sind Blitze, Mouches und Schatten. Auch eine gründliche Untersuchung der Netzhaut bei Diabetes mellitus bedarf einer Pupillenerweiterung. Und nicht zuletzt kann auch ein Grauer Star (=Trübung der Linse) sicher diagnostiziert werde, wenn die Pupillen erweitert sind. 

Sie sehen, eine Pupillenerweiterung kann manchmal sehr nützlich sein.