WELT GLAUKOM WOCHE 10.-16. März 2019
März 2019

WELT GLAUKOM WOCHE 10.-16. März 2019

Das Glaukom - Der stille Dieb des Augenlichts! Beim grünen Star, auch Glaukom genannt, werden die Fasern des Sehnervs zerstört. Die Ursache ist meistens ein erhöhter Augeninnendruck. Als Folge können die Bildinformationen nicht mehr korrekt von der Netzhaut ans Gehirn transportiert werden.

Das Glaukom oder der grüne Star ist eine Augenerkrankung, bei welcher es zu einer irreversiblen Schädigung des Sehnervs kommt. Die Folge sind langsam fortschreitende Gesichtsfeldausfälle, welche vom Patienten zunächst nicht bemerkt werden. Im weiteren Verlauf verschlechtert sich die Sehleistung aber merklich. Wird die Erkrankung nicht behandelt, bedroht sie schliesslich den zentralen Teil des Gesichtsfeldes, den wir beispielsweise zum Lesen oder Erkennen von Gesichtern brauchen.

Für das Glaukom gibt es kein klassisches Leitsymptom. Gesichtsfeldausfälle werden nicht als schwarze Flecken wahrgenommen, wie das in Illustrationen oft gezeichnet wird. Es passiert etwas anderes: Das Gehirn «flickt» die fehlenden Bereiche mit Informationen aus benachbarten, noch intakten Arealen des Gesichtsfelds. Oder das Partnerauge vermag fehlende Gesichtsfeldbereiche zu kompensieren. Entsprechend kommt es erst spät zu störenden Symptomen – nämlich erst dann, wenn der Krankheitsverlauf nicht mehr reversibel ist. Ähnlich wie mit den Gesichtsfeldausfällen verhält es sich mit dem Augendruck. Auch ein erhöhter Augendruck wird von den Patienten in der Regel nicht bemerkt. Erst wenn der Augendruck rasch auf hohe Werte ansteigt, kann er zu wahrnehmbaren Symptomen wie Augenschmerzen oder vernebeltem Sehen führen.

Die Diagnosestellung der Erkrankung in einem früheren Stadium ist sehr schwierig und kann nur durch einen Augenarzt oder eine Augenärztin zuverlässig erfolgen. Eine alleinige Druckmessung reicht dazu nicht aus. Erst nach einer genauen Untersuchung des gesamten Auges mit Beurteilung des Sehnervs sowie einem Gesichtsfeldtest kann die Diagnose gestellt werden. Da die Erkrankungshäufigkeit mit dem Alter zunimmt, wird ab dem 40. Altersjahr alle drei Jahre eine augenärztliche Kontrolluntersuchung empfohlen. Besteht eine familiäre Belastung oder eine Unklarheit bezüglich Risikofaktoren, kann auch eine frühere ärztliche Beratung sinnvoll sein.

Das Glaukom ist nicht heilbar. Rechtzeitig erkannt, gibt es aber wirksame Behandlungen, welche das Fortschreiten so verlangsamen, dass die Lebensqualität erhalten bleibt. Da dem Glaukom als Ursache meist ein erhöhter Augendruck zugrunde liegt, zielt die Behandlung darauf ab, den Augendruck zu senken. Oft reicht hierzu eine Therapie mit drucksenkenden Augentropfen aus.

Die Welt Glaukom Woche ist eine Co-Initiative zwischen der "World Glaucoma Aossociation" und der "World Glaucoma Patient Association" und findet bereits zum 10. Mal statt. Ziel ist es, das Bewusstsein für diese Erkrankung zu stärken und die Bevölkerung hierfür zu sensibilisieren: Denn, eine simple Augendruckmessung könnte vielleicht Ihr Augenlicht retten!